FACHABTEILUNG

Gynäkologie

Die Gynäkologie (Frauenheilkunde) befasst sich mit Erkrankungen des weiblichen Sexual- und Fortpflanzungstraktes einschließlich der Brustdrüse. Darüber hinaus befassen wir uns mit hormonellen Einflüssen und Veränderungen, die sich auf das gesamte Wohlbefinden auswirken können (z.B. Wechseljahre, Osteoporose) und behandeln und betreuen frauenrelevante Themen wie Verhütung, Sexualität und Familienplanung. Ein besonderer Schwerpunkt der Abteilung ist neben der Behandlung von gut- und bösartigen Erkrankungen der Genitalorgane der Frau die Diagnostik und Therapie der weiblichen Blasen- und Enddarmfunktionsstörungen mit und ohne Lageveränderung der Geschlechtsorgane (Senkungsleiden) (sog. Urogynäkologie).

So erreichen Sie uns:

GHWM Kreuz

Sehr geehrte Patientinnen, sehr geehrte Interessierte,

gerne sind wir Ihre kompetenten Ansprechpartner im Fall von Erkrankungen des weiblichen Sexual- und Fortpflanzungstraktes. Hierzu gehören die äußeren Geschlechtsorgane, die Scheide, die Gebärmutter, die Eileiter, die Eierstöcke sowie die Brüste und ihre Lymphabflussgebiete, in Fällen von unwillkürlichem Urinverlust auch Blase, Harnröhre, bei Schwäche des Schließmuskels in einigen Fällen auch dieser und der Enddarm (Beckenbodenfunktionsstörung).

Auch das Zusammenspiel zwischen hormonellen Einflüssen sowie Veränderungen und Ihrem Wohlbefinden ist ein wichtiger Bereich unserer Diagnostik und Therapie am Klinikum Werra-Meißner. So sind wir unter anderem auch für Sie da, wenn es um Themen wie die Wechseljahre oder hormonell bedingte Osteoporose geht. Darüber hinaus stehen wir Ihnen bei Fragen oder Beschwerden zu Verhütung, Sexualität oder Familienplanung zur Seite. Auf dem Gebiet der Beckenbodenfunktionsstörung treffen Sie hier auf eine Spezialisierung, die wir in den nächsten Monaten und Jahren weiter auszubauen gedenken. Der Chefarzt ist eine deutschlandweit bekannte Koryphäe auf diesem Gebiet und bietet sowohl die operative als auch die nicht-operative Behandlung der Störungen des weiblichen Beckenbodens auf höchstem Niveau an. Ihre Beckenbodengesundheit liegt uns ganz besonders am Herzen.

Ihr Team der Gynäkologie am Klinikum Werra-Meißner

Dr. med. Armin Fischer
Chefarzt
Gynäkologie & Geburtshilfe
Facharzt für Gynäkologie & Geburtshilfe

Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin, Urogynäkologie AGUB III

Weiterbildungsermächtigung Frauenheilkunde und Geburtshilfe 2 Jahre in Eschwege

SCHWERPUNKTE

DIAGNOSTIK

THERAPIE

SERVICE

KONTAKT & TEAM

AMBULANZ

Schwerpunkte

Gynäkologie

Unsere Leistungen decken alle Bereiche der modernen Gynäkologie ab. Ein besonderer Schwerpunkt der Abteilung im therapeutischen Bereich sind die Abklärung und Therapie der Blasenschwäche (Inkontinenz), Enddarmschwäche sowie die Beckenbodenrehabilitation und -rekonstruktion bei Senkungsleiden.

Beckenbodenfunktionsstörung (Urogynäkologie)

Dieser Bereich der Medizin ist angesiedelt im Grenzgebiet zwischen der Frauenheilkunde (Gynäkologie) und der Urologie und beschäftigt sich vorwiegend mit Lageveränderungen der Beckenorgane und ihren assoziierten Funktionsstörungen bzw. mit den Fehlfunktionen der Harnblase (und des Darmes) der Frau.

Damit sind urogynäkologisch relevante Bereiche:

  • Belastungsharninkontinenz
  • Drangharninkontinenz

Mischformen der Inkontinenz (Mischinkontinenz):

  • Senkung der Scheide (mit/ohne Gebärmuttersenkung)
  • Senkung der Blase
  • Senkung des Darmes und assoziierte Darmfunktionsstörungen (Darmentleerungs­störung, Stuhlinkontinenz).
  • Verhaltenstraining
  • Behandlung mit Tampons oder Pessaren (Würfel, Urethra Pessar, Schalen-/Siebpessare, seltener andere)
  • Beckenbodenphysiotherapie (konventionell)
  • Beckenbodenstimulation oder Biofeedback (elektrisch)

Der Bereich der Urogynäkologie ist in der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Urogynäkologie und Plastische Beckenbodenrekonstruktion (AGUB) repräsentiert und stellt einen der 4 Pfeiler der Frauenheilkunde dar (neben Geburtshilfe, Gynäkoonkologie und Reproduktionsmedizin/Endokrinologie).

Die Urogynäkologie befasst sich mit der Diagnostik und Therapie der o.g. Veränderungen. Hierzu gehören die konservative und die operative Behandlung. Im Rahmen der konservativen Behandlung besteht eine enge Zusammenarbeit mit den Physiotherapeuten, in einzelnen Fällen auch Osteopathen. In der Diagnostik sind neben den bildgebenden Verfahren (Radiologie) und neurologischen Untersuchungstechniken, in der operativen Therapie enge Verbindungen zur Viszeralchirurgie, in einzelnen Fällen auch zur Urologie geknüpft.

Typische diagnostische Maßnahmen in der Urogynäkologie stellen neben der ausführlichen Befragung zur Krankengeschichte (Anamnese) und der körperlichen Untersuchung die Perineal- oder Introitussonographie und die Urodynamik (mit oder ohne Zystoskopie) dar. Ergänzend zur Anamnese kann das Führen eines sog. Miktionstagebuchs durch die betroffene Frau hilfreich/erforderlich sein.

Typische Therapieverfahren stellen die konservativen Behandlungsforme, sowie die operativen Behandlungsformen dar.

Konservativen Behandlungsformen:

  • Verhaltenstraining
  • Behandlung mit Tampons oder Pessaren (Würfel, Urethral Pessar, Schalen-/Siebpessare, seltener andere)
  • Beckenbodenphysiotherapie (konventionell)
  • Beckenbodenstimulation oder Biofeedback (elektrisch)

Operativen Behandlungsformen:

  • Senkungsoperationen
  • Inkontinenzoperationen
  • kombinierte Operationsverfahren

Bei diesen Operationen werden recht häufig, vor allem im Falle einer wiederholt erforderlichen Operation Implantate (körperfremde Materialien) verwendet, die die Stabilität wiederherstellen und erhalten helfen.

Eine ausführliche Aufklärung vor dem Eingriff (im Rahmen der Sprechstunde und bei der Aufnahme zur Operation) ist erforderlich und wird durch entsprechende Merkblätter und Aufklärungsbögen unterstützt.

Wir behandeln unter anderem

  • Erkrankungen von Scheide, Uterus, Eileiter, Eierstöcken sowie den Brüsten und ihren Lymphabflussgebieten
  • Hormonstörungen
  • Beschwerden im Zusammenhang mit den Wechseljahren
  • Osteoporose
  • gynäkologische Tumorerkrankungen
  • Beckenbodenfunktionsstörungen verschiedener Art und Ausprägung

EINBLICKE IN DIE GYNÄKOLOGIE

Diagnostik

Gynäkologie

Zur Diagnostik stehen uns in der Abteilung modernste Untersuchungsmethoden zur Verfügung.

Beckenbodenfunktionsstörung

  • Blasendruckmessung (Urodynamik)
  • Perinealsonographie
  • Blasenspiegelung (Zystoskopie)
  • Urindiagnostik incl. Zytologie
  • Enddarmspiegelung (Proktoskopie/Rektoskopie)
  • In Zusammenarbeit mit der Radiologie: dynamisches Beckenboden-MRT/Defäkographie, Passagegeschwindigkeit
  • In Zusammenarbeit mit der Abteilung für Viszeralchirurigie: differenzierte Enddarmdiagnostik
  • In Zusammenarbeit mit der Abteilung für Gastroenterologie: Abklärung von Darmfunktionsstörungen oberhalb des anorektalen Kontinenzorgans

Sterilitätsdiagnostik

  • Hysteroskopie (Gebärmutterhöhlenspiegelung)
  • Bauchspiegelung und Eileiterdurchgängigkeitsprüfung

Abklärung von Auffälligkeiten beim Krebsabstrich (Dysplasien)

  • Abstrichentnahme und HPV-Diagnostik
  • Gewebeproben vom Muttermund
  • Konisation
  • Fraktionierte Ausschabung mit/ohne Gebärmutterhöhlenspiegelung (Hysteroskopie)

Abklärung von auffälligen Befunden der Mammographie/-sonographie

  • Stanzbiopsien (Entnahme von tiefen Gewebezylinder durch Hochgeschwindigkeitsstanze)
  • Punchbiopsien (Entnahme von oberflächlichen Gewebezylindern bei Hautveränderungen)
  • Ultraschallgesteuerte Zystenpunktion
  • Offene Gewebeproben

Tumordiagnostik

  • In Kooperation mit der Radiologie: Mammographie, Mammasonographie, CT und MRT des Abdomens, Kontrastmittelröntgen von Darm und Niere/ableitenden Harnwegen
  • In Kooperation mit der Gastroenterologie: Magen- und Darmspiegelung
  • Labordiagnostik (Tumormarker, Hormonrezeptoranalyse bei bösartigen Gewebeproben (Onkobiogramm))
  • Feingewebliche Befundabklärung (Histologie)

Therapie

Gynäkologie

Neben zahlreichen konservativen (nicht operativen) Behandlungsmethoden im ambulanten sowie stationären Bereich, wie spezielle antibiotische Therapien, Chemo- und Target-Therapien bei bösartigen gynäkologischen Tumorerkrankungen und Hormonbehandlungen bei etwaige Hormonstörungen sowie dem weiten Feld konservativer urogynäkologischer Behandlungsmöglichkeiten bei Inkontinenz- und Senkungsleiden steht Ihnen auch das gesamte operative Spektrum einer gynäkologischen Abteilung mit einem neugebauten Operationstrakt und einer leistungsfähigen Intensivstation zur Verfügung. Patientinnen aller Altersklassen sind mit ihren gynäkologischen Problemen und Fragestellungen bei uns in den richtigen Händen.

Wir setzen vor allem die folgenden Therapieverfahren ein:

Konservative Therapiemöglichkeiten

  • Abklärung und Behandlung von akuten und chronischen Entzündungen
  • Abklärung und Behandlung von Wechselbeschwerden und hormonellen Störungen
  • Chronische Unterleibsschmerzen
  • Kinderwunschbehandlung (In Kooperation mit den Kinderwunschzentren führen wir die notwendigen diagnostischen Eingriffe z. B. Chromolaparoskopie/Hysteorskopie durch.)
  • Brustschmerzen und -entzündungen
  • Beckenbodenfunktionsstörungen

Operative Therapiemöglichkeiten

Wir bieten ein breites operatives Spektrum und kümmern uns individuell um unsere Patientinnen. Bei der Behandlung von Krebserkrankungen arbeiten wir interdisziplinär mit anderen Experten und Zentren zusammen. Ein besonderer Schwerpunkt der Abteilung im operativ-therapeutischen Bereich ist die Behandlung der Blasenschwäche (Inkontinenz), Enddarmschwäche sowie die Beckenbodenrekonstruktion bei Senkungsleiden. Dabei kommen die unterschiedlichsten Verfahren und Zugänge (vaginal, abdominal, minimal-invasiv) befundabhängig und individuell indiziert zum Einsatz.

Minimal-invasive Chirurgie (Schlüssellochchirurgie, MIC II-zertifiziert)

  • Eileiter- u. Eierstockoperationen (Cysten, Tumoren, Eileiter-/Bauchhöhlenschwangerschaft, Sterilisationen, ...)
  • LAVH (Laparoskopisch assistierte vaginale Hysterektomie)
  • LASH (Laparoskopische suprazervikale Hysterektomie) und TLH (Totale laparoskopische Hysterektomie)
  • Laparoskopische Abtragung von Myomen (gutartigen Muskelgeschwulsten)
  • Endometriosebehandlung
  • Behandlung von Blutungsstörungen durch moderne Verfahren (z.B. hysteroskopische Endometriumablation)
  • Sterilitätsdiagnostik mit Eileiterdurchgängigkeitsprüfung (Chromopertubation)
  • Hysteroskopische Operationen wie Septumresektionen
  • Abklärung chronischer Unterbauch- und Adhäsionsbeschwerden (Verwachsungen z.B. nach Voroperationen oder Unterleibsentzündungen)
  • Hysteroskopische Polypabtragung
  • Hysteroskopische Myomenukleation
  • Hysteroskopische Endometriumablation
  • Hysteroskopische Uterus-Septumresektion

Beckenbodenchirurgie (AGUB III-Niveau)

Zur Abklärung von den verschiedenen Inkontinenzformen steht uns ein Urodynamischer Messplatz zur Verfügung         

  • TVT (Tension free vaginal tape)
  •  Kolposuspension nach Burch/Cowan  
  • Beckenbodenrekonstruktion Operationen mit/ohne Implantate
  • Operative Behandlung von Implantatfehllagen oder –komplikationen
  • Rezidiveingriffe
  • Remeex-Operation (adjustierbares Inkontinenzbandsystem) und Nachjustierung

Gynäkologische Operationen

  • Vaginale und abdominale Gebärmutterentfernung
  • Operationen am inneren Genitale
  • Operationen im Bereich der Scheide und des äußeren Genitals (z.B. Feigwarzen, Vulvakarzinom)
  • Eingriffe bei gut- und bösartigen Tumoren im Unterleib (Gebärmutterhals-, Gebärmutterhöhlen- und Eierstockkrebs, Vulvakarzinom)
  • Brustoperationen bei gut- und bösartigen Tumoren

Kontakt & Team

Gynäkologie

Klinikum Werra-Meißner
Gynäkologie und Geburtshilfe
Elsa-Brändström-Str. 1
37269 Eschwege

Sprechstundenzeiten:

Montag: 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr (Notfälle)

Dienstag: 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr
(13.00 Uhr bis 17.00 Uhr MVZ Hessisch-Lichtenau)

Mittwoch: nur Notfälle, keine Terminvergabe

Donnerstag: 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr
(8:30 Uhr bis 12:30 MVZ Hessisch Lichtenau)

Freitag: 8.00 Uhr bis 10.00 Uhr Risikoschwangerschaften

Das Team

Chefarzt
Oberärztinnen
Pflegerische Leitung
Sekretariat

Ambulanz

Gynäkologie

Die Ambulanz der Frauenklinik bietet eine sog. „Ermächtigungssprechstunde“ an. Hier können Sie auf Überweisung eines Frauenarztes ausgestellt von dem Chefarzt Dr. med. Armin Fischer gesehen und behandelt werden. Die Möglichkeiten der Verordnung sind stark eingeschränkt.

Alternativ hierzu bieten wir in unseren MVZ (Medizinischen Versorgungszentren*) in Kooperation mit den dort angestellten KollegInnen eine umfassendere Versorgung, vor allem für den Bereich Beckenbodenfunktionsstörungen an.

MVZ Luisenstraße
Fr. Dr. Lucas-Wesemeier

Luisenstr. 23 b
37269 Eschwege
Telefon: 05651 / 30280

MVZ Hessisch-Lichtenau
Fr. Dr. Lucas-Wesemeier
Herr Dr. Armin Fischer

Heinrichstraße 21b
37235 Hessisch-Lichtenau

Hessisch-Lichtenau geht voraussichtlich am 1.11.2018 in Betrieb

Sprechstundenzeiten:

Montag: 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr (Notfälle)
Dienstag: 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr (Dr. Fischer: 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr MVZ Hessisch-Lichtenau)
Mittwoch: nur Notfälle, keine Terminvergabe (im MVZ Hessisch-Lichtenau Termine bei Frau Dr. Lucas-Wesemeier)
Donnerstag: 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr (Dr. Fischer: 8:30 Uhr bis 12:30 Uhr MVZ Hessisch Lichtenau)
Freitag: 8.00 Uhr bis 10.00 Uhr Risikoschwangerschaften

Gynäkologie

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