WICHTIGE INFORMATIONEN

Aktuelles zum Coronavirus (SARS-CoV-2)

Aktuelles aus dem Klinikum Werra-Meißner

Informationen für werdende Mütter 

Die Mitteilungen in der Presse, in Rundfunk un Fernsehen überschlagen sich in den letzten Tagen zunehmend. Angst und Zweifel verbreiten sich in der Bevölkerung.

Wir, das geburtshilfliche Team des Klinikums Eschwege, haben für Sie Vorkehrungen getroffen, damit Sie Sich in dieser besonderen Situation um die Geburt bei uns trotz aller Maßnahmen, die es zu ergreifen galt und vielleicht in Zukunft noch zu ergreifen gilt, sicher, geborgen und gut aufgehoben fühlen. ..Lesen Sie mehr


Stand: 23.03.2020

Ärztlicher Mitarbeiter mit Coronavirus infiziert

Die Geschäftsführung und Aufsichtsratsvorsitzender Landrat Stefan Reuß teilen mit, dass am heutigen Abend bei einem Mitarbeiter des ärztlichen Dienstes des Klinikum Werra-Meißner eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wurde. ...Lesen Sie mehr

Stand: 20.03.2020

Die Geschäftsführung informiert zum aktuellen Stand

Sollte bei Ihnen aufgrund typischer Beschwerden einer potentiellen Corona-Infektion (Fieber, trockener Husten, Luftnot) eine stationäre Behandlung notwendig sein, ist bis auf weiteres ausschließlich das Klinikum Werra-Meißner in Witzenhausen zuständig.

Der Standort Eschwege dient weiterhin zur Behandlung der regulären stationären Notfallversorgung.

Stand: 19.03.2020

Medizinische Eingriffe am Klinikum Werra-Meißner

Die Durchführung von medizinischen Eingriffen und Behandlungen, für die derzeit keine dringende medizinische Notwendigkeit besteht, wird, wie im Erlass des hessischen Ministerium für Soziales und Integration am 17.03.2020 vorgeschrieben, abgesagt.

Ebenfalls müssen Patientinnen und Patienten, die bereits aufgenommen wurden, deren nicht notwendige Behandlung aber noch nicht begonnen hat, entlassen werden.

Die Entscheidung, ob eine nicht notwendige Behandlung vorliegt, obliegt dem ärztlichen Personal des Krankenhauses. Sollten Sie Fragen haben, können Sie sich gerne an die entsprechende Fachabteilung wenden.

Stand: 17.03.2020

Hotlines zum Coronavirus

Bei Fragen in Verbindung mit dem Coronavirus stehen Ihnen verschiedene Anlaufstellen zur Verfügung. Wichtige, bundesweit verfügbare Hotlines und Anlaufstellen finden Sie hier:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst
Wenn Sie befürchten, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, können Sie sich an Ihre hausärztliche Praxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden:
Telefon Bereitschaftsdienst 116117

Unabhängige Patientenberatung Deutschland
Telefon 0800 011 77 22

Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon)
Telefon 030 346 465 100

Allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung
Behördennummer 115
www.115.de

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte
Fax: 030 / 340 60 66 – 07
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Gebärdentelefon (Videotelefonie)
https://www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Land Hessen:
hessenweite Hotline zum Thema Coronavirus, täglich von 8 bis 20 Uhr
Telefon 0800 5554666

Häufig gestellte Fragen zum Coronavirus

Was sind eigentlich Coronaviren, wie kann ich mich vor einer Ansteckung schützen und gibt es bereits eine Impfung gegen COVID-19? Hier finden Sie Antworten auf diese und andere Fragen, die jetzt viele Menschen bewegen. Bitte beachten Sie die Quellen- und Datumsangaben der jeweiligen Informationen. Da sich die Fakten und der Forschungsstand zum Virus und zur Pandemie derzeit häufig verändern, greifen Sie ggf. zu Ihrer Information auf weitere Quellen wie das Robert-Koch-Institut (www.rki.de) zurück.

Bitte beachten Sie, dass die aufgeführten Informationen weder den Rat, die Diagnostik oder Therapieempfehlungen des behandelnden Arztes ersetzen noch der Selbstdiagnose dienen. Die Inhalte geben lediglich allgemeine Hinweise und dienen einer Kurzinformation zum Thema Coronavirus.

Was sind Coronaviren?

Coronaviren sind seit Mitte der 1960er Jahre bekannt und können Menschen und bestimmte Tiere infizieren, unter anderem Vögel und Säugetiere. Die Viren lösen bei Menschen diverse Krankheiten aus, das Spektrum reicht von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu potenziell tödlich verlaufenden Krankheiten wie dem Middle East Respiratory Syndrome (MERS) oder dem Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS).

Bisher waren schwere Krankheiten, die durch Coronaviren wie SARS oder MERS ausgelöst wurden, weniger leicht übertragbar als Influenza. Dennoch haben sie bereits zu großen Krankheitsausbrüchen geführt, u.a. in Krankenhäusern.

Der Name "Coronavirus" geht auf das charakteristische, kranzförmige Aussehen der Coronaviren zurückzuführen ("corona" steht im Lateinischen für "Kranz" oder "Krone").

Stand: 24.01.2020

Was wissen wir über den Erreger COVID-19 und die Krankheit?

Umfassende Informationen zu dem Virus SARS-CoV-2, so die wissenschaftliche Bezeichnung des neuartigen Coronavirus sowie zu COVID-19 (offizielle Bezeichnung der Erkrankung, die durch das neuartige Coronavirus ausgelöst wird) finden Sie im Steckbrief zu COVID-19 des RKI. Dieses Informationen werden vom RKI stetig aktualisiert.

Stand: 16.03.2020

Wie beurteilt das Robert-Koch-Institut die Lage bei uns in Deutschland?

Das Robert-Koch-Institut informiert auf seiner Website zur Risikobewertung für Deutschland.

Stand: 29.02.2020

Wie kann man sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen?

Die wichtigsten Regeln, um sich gegen eine Ansteckung zu schützen, entsprechen den Schutzempfehlungen gegen Influenza und weitere akute Atemwegsinfektionen. Bitte beachten Sie dazu die Regeln für das Husten und Niesen und zur Händehygiene und halten Sie Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter). Verzichten Sie bitte auf das Händeschütteln. Es wird empfohlen, dass Personen mit Anzeichen für Atemwegserkrankungen zu Hause bleiben. 

Stand: 16.03.2020

Gibt es eine Impfung gegen COVID-19?

Nein, derzeit ist kein Impfstoff verfügbar, der vor einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus schützt. Experten forschen weltweit und arbeiten an passenden Impfstoffen. Derzeit können noch keine Aussagen dazu getroffen werden, wann ein Impfstoff zum Schutz vor "Corona" zur Verfügung stehen wird.

Stand: 16.03.2020

Ist eine Pneumokokken-Impfung in Verbindung in der COVID-19-Pandemie sinnvoll?

Eine Pneumokokken-Impfung schützt nicht vor dem neuartigen Virus bzw. der Erkrankung. Experten weisen aber darauf hin, dass Pneumokokken-Infektionen zu schweren Lungenentzündungen und Sepsis führen können, was eine Versorgung auf der Intensivstation, ggf. mit Beatmung, notwendig machen kann.

Da das Gesundheitssystem bereits sehr belastet ist und absehbar sein wird, sollten solche Situationen vermieden werden. Die Ständige Impfkomission (STIKO) empfiehlt auch unabhängig von der aktuellen Pandemie allen Personen mit erhöhtem Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen die entsprechende Impfung.

Zusätzlich ist es laut RKI plausibel, dass die Pneumokokken-Impfung eine bakterielle Superinfektion durch Pneumokokken bei Patienten mit COVID-19 verhindern kann. Bei Influenza-Erkrankungen sind bakterielle Superinfektionen durch Pneumokokken eine bekannte Komplikation. Die aktuelle Datenlage ist jedoch unzureichend um einzuschätzen, wie häufig solche Superinfektionen bei COVID-19 Patienten vorkommen.

Zur Verfügbarkeit: Derzeit sind Pneumokokken-Impfstoffe in Deutschland nur sehr eingeschränkt vorhanden.
Daher sollten zurzeit prioritär Personen geimpft werden, die ein besonders hohes Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen haben:

- Säuglinge und Kleinkinder bis zum Alter von 2 Jahren mit Prevenar 13 oder Synflorix
- Personen mit Immundefizienz, Senioren ab 70 Jahren und Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen (Asthma oder COPD) mit Pneumovax 23

Hinweis: Bei Arztkontakten zur Inanspruchnahme von Impfungen sollte vorher telefonisch geklärt werden, dass der Praxisbesuch ohne Kontakt zu Patienten mit Symptomen eines respiratorischen Infekts stattfinden kann und ob Impfstoffe verfügbar sind.

Stand: 16.03.2020

Wann müssen Menschen in Quarantäne?

Laut RKI in folgenden Fällen:

  • wenn eine Person innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte. "Enger Kontakt" ist hier so definiert, dass die Person mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während der / die Erkrankte ansteckend war.
  • immer, wenn das Gesundheitsamt dies anordnet.

Es ist keine Quarantäne notwendig (da geringeres Risiko), wenn

  • innerhalb der letzten zwei Wochen im gleichen Raum mit einem Erkrankten mit einer COVID-19 Diagnose war, ohne einen engen Kontakt,
  • in einem Gebiet mit steigenden Fallzahlen von COVID-19 war,

Wichtig: Wer mit Menschen mit Vorerkrankungen arbeitet, beispielsweise in Krankenhaus oder Altenpflege, sollte immer den Betriebsarzt informieren.

Für jeden gilt: Die tägliche Selbstkontrolle auf Krankheitszeichen ist wichtig und sinnvoll. Falls Zeichen eines Atemwegsinfekts auftreten, sind die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen (z.B. Kontakt zum Hausarzt oder zuständigen Stellen siehe "Hotlines" auf dieser Seite).

Wer Kontakt zu einer Person in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis hatte, die wiederum Kontakt zu einem im Labor bestätigten COVID-19-Patienten hatte, aber völlig gesund ist, muss nicht in Quarantäne. In diesem Fall ist man keine Kontaktperson, hat kein erhöhtes Risiko für eine COVID-19-Erkrankung und kann auch niemanden anstecken.

Stand: 17.03.2020

Ist ein Corona-Test sinnvoll, wenn keine Krankheitszeichen vorliegen? 

Der Test ist nur dann sinnvoll, wenn Krankheitszeichen vorliegen. So kann die durchgeführt Ursache abgeklärt werden. Bei Gesunden sagt der Test nichts darüber aus, ob ein Erkrankungsrisiko besteht. Darüber hinaus würden solche Tests die begrenzten Testkapazitäten unnötig belasten.

Stand: 16.03.2020

Wann ist eine Laboruntersuchung nötig?

Vom RKI gibt es eine Falldefinition und ein Flussschema zu dieser Fragestellung. Die Dokumente bieten Hilfestellung und zeigen auf, bei welchen Patienten eine Laboruntersuchung durchgeführt werden sollte.

Grundsätzlich gilt: Laboruntersuchungen auf SARS-CoV-2 sind sinnvoll, wenn begründete COVID-19-Verdachtsfälle vorliegen, z.B. Krankheitszeichen haben und innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatten und/oder sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet bzw. einem besonders betroffenen Gebiet in Deutschland aufgehalten haben.

Ein Test kann auch sinnvoll sein, wenn Krankheitszeichen vorliegen und die Person sich in den letzten 14 Tagen in einer Region aufgehalten hat, in der COVID-19-Fälle vorkommen, auch wenn dies keine / noch keine Risikogebiete/besonders betroffenen Gebiete sind.

Auch bei bei Patienten mit Hinweis auf eine virale Pneumonie ohne Alternativdiagnose sind Tests angeraten. 

Bei asymptomatischen Personen werden Tests nicht empfohlen.

Stand: 16.03.2020

Wie erfolgt der Nachweis einer SARS-CoV-2-Infektion mittels Labordiagnostik?

Das Robert-Koch-Institut informiert wie folgt:

"Für die Feststellung einer akuten Infektion mit dem SARS-CoV-2 ist der direkte Erregernachweis ausschlaggebend. Das Virusgenom wird über hoch-sensitive, molekulare Testsysteme nachgewiesen (real-time PCR).  Die reine Testzeit beträgt etwa 4 bis 5 Stunden. Von Probenentnahme bis Ergebnismitteilung vergehen in der Regel 24 bis 48 Stunden.

In der frühen Phase sind Abstriche aus den oberen Atemwegen besonders als Probenmaterial geeignet (Rachenabstriche bzw. Nasopharyngealabstriche). In späteren Phasen können außerdem Sekrete aus den unteren Atemwegen (z. B. Sputumproben) zur Untersuchung genutzt werden. Weitere Informationen zur Testung finden Sie hier. Der Nachweis von SARS-CoV-2 im Stuhl kann u.U. auch noch längere Zeit nach Beginn der Symptome erfolgen, sagt aber allein nichts darüber aus, wie ansteckend ein Patient ist.

Zur Ergänzung der molekularen Diagnostik sollte bei schweren Krankheitsverläufen auch eine radiologische/bildgebende Diagnostik erfolgen.

Für Forschungszwecke spielt die Virusanzucht in Zellkultursystemen eine große Rolle. Sie setzt sowohl eine besondere Expertise als auch dafür ausgelegte Labore voraus (in Deutschland ein Labor der Sicherheitsstufe 3).

Ein Test auf SARS-CoV-2 spezifische Antikörper im Blut/Serum kann für epidemiologische Fragestellungen sinnvoll sein. Aktuell sind diese Tests noch in der Entwicklung bzw. Zulassungsphase, sie stehen noch nicht zur Verfügung. Unabhängig davon spielen sie für die Akutdiagnostik keine Rolle, da zwischen Beginn der Symptomatik und der Nachweisbarkeit spezifischer Antikörpern ca. 7 Tage vergehen (in Einzelfällen auch mehr)."

Stand: 11.03.2020

Quellen: Robert-Koch-Institut: www.rki.de, Deutsches Zentrum für Infektionsforschung: www.dzif.de

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